Lokalsport Rhein-Lahn-Zeitung

Stadtlauf in Bad Ems: Julian Dickebohm gewinnt in seiner alten Heimat

Bad Ems. Neu ist nur die Vereinszugehörigkeit von Julian Dickebohm. Seit Jahresbeginn startet der frühere Fachbacher für den SV Schott Jena und nicht mehr für das Running Team Bad Ems. Aber natürlich ist ihm die Strecke des Bad Emser Volksbank-Stadtlaufs noch bestens vertraut, und die Zuschauer erkennen ihn an seinem aufrechten Laufstil. So spult er die sechs Runden des Zehn-Kilometer-Hauptwettbewerbs ab.

Zwei Zeigefinger reckt Dickebohm in die Höhe, als die Uhren im Ziel für ihn bei 35:25 Minuten stehen bleiben bei seinem ersten Sieg in dem Heimat-Rennen. „Das ist schon etwas Besonders“, sagt er nach zweiten und dritten Plätzen in der Vergangenheit. Daher „freue ich mich riesig, es war wie jedes Jahr eine tolle Veranstaltung“. Bereits in der ersten Runde hatte der Lokalmatador klar vor seinen Verfolgern gelegen.

Sein ehemaliger Trainer, RT-Vorsitzender und Streckensprecher Jürgen Zanger, hatte zwischenzeitlich allerdings gefragt, ob Dickebohm nicht „einen Zacken zu schnell“ angegangen war. Der 25-Jährige bestätigt die Bedenken: „Es war wieder viel zu schnell, die langen Geraden verleiten dazu.“ In der laufenden Saison will er sich Bahnrennen widmen und in Koblenz sein Marathon-Debüt geben.

1:14 Minuten beträgt Julian Dickebohms Vorsprung auf den Zweiten, Benjamin Gros vom RT Bad Ems. Ähnlich deutlich setzt sich bei den Frauen Sabine Kech (LLG Hunsrück) gegen die Vorjahressiegerin Felicitas Doff-Sotta-Bengel (Pink Panther) durch. Für die Erste ist es ihr dritter Erfolg in Bad Ems, allerdings erreicht sie nicht die 39:42 Minuten von vor zwei Jahren: 40:56 Minuten sind es diesmal.

Auch Sabine Kech ist mit 3:48 Minuten für den ersten Kilometer sehr zügig gestartet. Nach Titeln und einem dritten Rang auf nationaler Ebene im Cross plant sie Wettkämpfe von 3000 Metern auf der Bahn bis vielleicht hin zum Marathon. Dass sich nicht alle erhofften Zeiten realisieren lassen, mag am windigen und warmen Wetter liegen – mancher hat neulich noch bei knapp über null Grad trainiert.

„Ich mag es, wenn es ein bisschen warm ist, aber den Wind habe ich gemerkt“, berichtet zum Beispiel Benjamin Gros. Sehr sicher hat er sich bei den Männern den zweiten Rang erlaufen, obwohl er sich zu Beginn in einer Dreiergruppe befand und noch hinter dem Vorjahressieger Mussie Gerezgiher Solomon (LC Mengerskirchen), der jedoch ausstieg und offenbar nicht in bester Verfassung antrat. „Ich wollte eigentlich die 36:00 angreifen“, sagt Gros, aber dann musste er im Alleingang ans Limit gehen, außerdem war er zu Wochenbeginn noch verletzt. Mit 36:39 Minuten ist er „nicht ganz zufrieden“, dafür habe er viele bekannte Gesichter an der Strecke gesehen.

Erst recht gibt es auf der Straße und den Kurparkwegen einiges zu beobachten – einen laufenden Vater mit Baby-Jogger etwa. Insgesamt nehmen 511 Aktive teil, wobei der Bambini-Lauf mit 139 Mädchen und Jungen am stärksten besetzt ist. 115 Athleten bestreiten den Hauptlauf, das sind 33 weniger als 2016. Jürgen Zanger findet das gut in Anbetracht von unerwartet angesetzten Konkurrenzveranstaltungen wie einem Trail-Wettbewerb in Koblenz. „Da werden Absprachen nicht eingehalten“, ärgert sich der Stadtlauf-Organisator.

Unterm Strich fällt der Teilnehmer-Rückgang mit zwölf Personen über alle Wettbewerbe hinweg sehr gering aus. Zudem gibt es Grund zur Freude über Resultate heimischer Läufer. So kommt Sabine Schenkenhofer vom gastgebenden RT Bad Ems bei den Frauen auf den dritten Platz in 45:01 Minuten.

Eine in jeder Hinsicht reife Leistung bietet als dritter Mann der 54 Jahre alte Frank Potratz vom Diezer TSK Oranien. Nach einer Runde bewegte er sich im Bereich der Plätze neun bis zehn, ehe er anfing, andere Starter „einzusammeln“. „Die sind mir entgegenkommen“, scherzt der Routinier hinterm Ziel und betont: „Ich kann zufrieden sein.“

Von unserem Mitarbeiter Thorsten Stötzer

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 Jürgen Zanger, Berny Abt, Mark Solomeyer und Günter Groß kündigen den elften „Volksbank Stadtlauf“ in Bad Ems an

 Orga-Team lädt zum Stadtlauf ein

Sport Veranstaltung in Bad Ems hält verschiedene Angebote für jeden Geschmack bereit, auch Inklusion spielt eine Rolle

 Bad Ems. Gemeinsam laufen Jung und Alt auch in diesem Jahr wieder durch Bad Ems – der „Volksbank Stadtlauf“ geht am Samstag, 13. Mai, ab 14 Uhr in seine elfte Runde. Der Lauf ist nicht nur der Größte im Rhein-Lahn-Kreis, sondern zählt außerdem zu den schönsten Läufen Deutschlands. Zwischen 500 und 700 Aktive beteiligen sich jedes Jahr daran. „Wir erhalten immer sehr gute Reaktionen und viel Unterstützung von Sponsoren sowie der Stadt und der Verbandsgemeinde“, freut sich Jürgen Zanger, Vorsitzender des Running Teams, das den Stadtlauf organisiert.

 Die fast zwei Kilometer lange Strecke startet am Spielcasino und erstreckt sich über Kurstadt und Kurpark bis zu den Kolonaden. Der Weg ist flach und befestigt und lädt so jeden zum Mitlaufen ein: „Jeder kann hier mitmachen“, sagt Günter Groß von der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg. „Das ist alles sehr viel Aufwand. Die Römerstraße muss gesperrt werden, wir müssen Anwohner informieren, Haltestellen verlegen“, erklärt Zanger. Er lobt aber das enorme ehrenamtliche Engagement der 70 bis 80 Helfer, die von morgens bis abends mit viel Herzblut bei der bekannten Veranstaltung mithelfen.

 Fünf verschiedene Läufe werden dieses Jahr geboten. Der Stadtlauf startet mit dem 250-Meter-Bambini-Lauf, an dem 200 Kindergartenkinder im Alter von zwei bis sechs Jahren teilnehmen. Verschiedene Kitas aus Bad Ems unterstützen den Lauf und werden mit ihren Kindern vor Ort sein. „Wir wünschen uns, dass noch mehr Kitas aus der Umgebung teilnehmen. Ich denke, wenn man einmal teilgenommen hat, wird man jedes Jahr wiederkommen“, sagt Zanger. „Der Lauf ist einfach toll für Kindergartenkinder, und Sport ist ja auch gesundheitsfördernd“, fügt Groß hinzu.

 Sie hoffen außerdem auf Schulen aus der Region, die jugendliche Läufer beim Schüler-Lauf unterstützen. Gerade die Jugend sei schwierig zu animieren. „Wir haben immer viele Kinder, dann lässt es etwas nach und dann sind wieder besonders viele Erwachsene dabei“, sagt Zanger. Das hänge aber auch mit dem Engagement von Schulen in der Umgebung zusammen, auf das der Vorsitzende in diesem Jahr verstärkt hofft.

 „Auch Walker haben ihren eigenen Lauf, damit es für sie ungestört und entspannter ist“, erklärt Zanger. Hauptlauf ist der Zehn-Kilometer-Lauf, der in diesem Jahr aber nicht mehr als Schlusspunkt fungiert. Stattdessen schließt der Fünf-Kilometer-Jedermann-Lauf die Veranstaltung ab und stellt somit den Höhepunkt des Stadtlaufes dar. Wie der Name schon sagt, dürfen alle, die möchten, an diesem Lauf teilnehmen. Auch eine Firmenwertung wird es geben. Besonders das Thema Inklusion spielt für den traditionellen Lauf eine große Rolle. „Wir arbeiten mit der Stiftung Scheuern zusammen, die kostenfrei mitlaufen darf“, berichtet Zanger. Auch Mark Solomeyer, Athletensprecher der Special Olympics, schätzt den gemeinsamen Stadtlauf: „Es ist wichtig, dass wir miteinander laufen und den Breitensport so weiterbringen und weiterleben können.“

 Um den sportlichen Ehrgeiz voranzutreiben, erhalten alle Läufer von der Volksbank Preise für ihre Teilnahme. Es gibt Sporttaschen, magische Maltafeln für die Bambini, Fitnessarmbänder für Jugendliche und Ladekabelstationen für die erwachsenen Läufer. Bewirtung und Musik sowie die Moderation durch Zanger sollen das Publikum herlocken und die Teilnehmer anspornen.

 Zanger rechnet mit 500 erwachsenen Läufern und 200 Kindern. Stadtbürgermeister Berny Abt hofft auf insgesamt 1500 bis 2000 Besucher am Tag des Stadtlaufes. „Das ist natürlich wetterabhängig, aber selbst bei schlechtem Wetter sind Leute da. Dafür sorgt das tolle Programm des Running Teams“, lobt er die Organisatoren. „Unsere Stadt ist sehr stolz auf diese traditionelle Veranstaltung. Das Engagement ist super, die Strecke sehr beliebt, und auch die Zusammenarbeit mit behinderten Menschen ist für uns wichtig. Da haben wir alle was von“, sagt Abt weiter.

 RZ Rhein-Lahn-Kreis (West) Bad Ems vom Dienstag, 25. April 2017, 

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